Komparse sein
Andreas Beer sass schon bei mehreren Folgen im Hintergrund herum und weil er nicht immer allein sein will damit, hat er ein paar Tips zusammengefasst, wie man selbst auch zu diesem Vergnügen kommen kann. Wer ihn direkt erreichen moechte, der kann dies einfach per Email tun.
Ich denke mir, ich mach mich wieder mal wichtig und gebe ein paar Tips für künftige Komparsen. Und, ja: Tips mit einem p! Es lebe die alte Rechtschreibung
Bewerbungen als Komparse schicken an
Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion
- Komparsenbüro –Freimersdorfer Weg 6
50829 Köln
mit Fotos, Altersangabe und Berufsbezeichnung. Dann heisst es einmal warten. Wenn man als Komparse genommen wird,
dann geht es auf nach Köln zu den WDR Studios.
Dafür sollte man ein paar Sachen mitnehmen: KLEIDUNG!!! Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann gibt es ein paar Grundregeln: Nichts Kleinkariertes, nichts nur Schwarzes. Daran denken: die Folge wird ca 4 Monate später ausgestrahlt als gedreht. Entsprechend die Kleidung wählen. Sollte man wirklich nur Unpassendes eingesteckt haben, besteht die Möglichkeit im dortigen Fundus was zu bekommen. Ist aber nicht sehr beliebt die Methode und es gibt auch keinen Anspruch drauf.
Im Komparsenwartezimmer: es gibt einen Getränkeautomaten (Cola, Fanta, Mineral,..) und ein paar Zeitschriften. Es empfielt sich aber jedenfalls etwas zum Lesen mitzunehmen, da es lange Leerläufe geben kann. Man kann auch in der Kantine etwas bekommen, aber da haben klarerweise die Schauspieler Vorrang. Sprich: in der offiziellen Mittagspause haben die Komparsen dort nichts zu suchen. Als Komparse muß man dort eine Abmachung unterschreiben, in der man ein paar persönliche Daten angibt und vor allem angibt, nichts von den Dreharbeiten zu erzählen (Handlung!). Im Komparsenraum trifft man auf die unterschiedlichsten Leute: “Profi Komparsen” und Newbies. Kam mir zumindest so vor. Manche kommen gleich mit Luftmatratze und ruhen dort in den Pausen, manche gehen spazieren, etc.
Die Bezahlung: Reich wird man als Komparse nicht. Derzeit sind 50 Euro pro Drehtag der Standard. Nichts ausgezahlt wird an Arbeitslose und Österreicher
Mein persönliches Komparsenresumee: War zweimal dort und bin jedesmal im Akropolis gewesen. Ist sozusagen mein Kölner Stammlokal geworden. In der ersten Folge in der ich zu “sehen” war (besser zu erahnen) saß ich im Hintergrund im Lokal und wir taten so, als würden wir was zu essen bestellen. Die zweite Folge, für die relativ lange gedreht wurde (die ganze Szene öfters nochmal) war überhaupt relativ frustrierend, da in der Ausstrahlung keiner von uns irgendwie zu sehen war.
ABER: Es hat viel Spaß gemacht!! Die Leute waren alle sehr freundlich und alleine der Anblick von Domna Adamopoulou (Elena Sarikakis) mit der Küchenschürze aus der Kantine kommend ist wirklich eindrucksvoll gewesen