Berlin 2009 – Tag zwei bis fünf vorbei
Sep 11th, 2009 | By refu | Category: Allgemein, Dies und dasNachdem mich das WLAN in der Pension im Stich ließ und ich wieder zuhause erst einmal andere Dinge zu erledigen hatte, jetzt als Nachtrag die erledigten Sachen bei unserem Kurztrip:
Tag 2
Tierpark. Kaum auszuhalten an einem der heißesten Tage des Jahres, aber egal. “Verschmitzter Tierpark” gekauft – das Buch hatte ich als Kind geleibt und irgendwann zerfiel es und ward nicht mehr gesehen. Beim Durchblättern erwiesen sich die Zeichnungen und Sprüche als weniger gelungen wie in meiner Erinnerung, aber das ist ja immer so. Einen sehr irritierenden Geier gesehen. Danach dann die obligatorische Fahrt auf der Spree mit einem Kommentar, der stellenweise etwas zu lustig war, trotzdem aber ganz informativ. Danach dann zu Konopke, die Original-Currywurst gehört halt dazu. Und wo wir in der Schönhauser Allee waren haben wir auch gleich nach dem Haus von Kaminer geschaut – nichts besonderes.
Tag 3
Museumstag. Zuerst zu Madame Tussaud (immer noch eine ungeklärte Frage, ob man das als Museum bezeichnen kann, ich tue es). Dort unerlaubt Hitler fotografiert und dann das Schild mit dem Hinweis auf Fotoverbot gesehen. Sehr zerknirscht auf Sanktionen gewartet, gab aber keine. Von dort dann weiter zum Pergamonmuseum – schon hundertmal dringewesen, aber der Altar ist immer wieder sehenswert und außerdem gab es eine neue Ausstellung über Götter. Dann gegenüber im Pergamonkeller eingekehrt und Mittag gegessen. Neu gestärkt ging es weiter zum DDR-Museum, welches recht liebevoll gestaltet ist, nur leider auch arg eng und die Führerin war nach eigener Auskunft erst 1987 geboren und der Meinung, der Schwarze Kanal wäre freitags gelaufen. Naja. Zwischendurch immer wieder Flyer für das Currywurstmuseum in die Hand bekommen, das lockte aber nicht. Statt dessen die Ausstellung Mythos Germania von den Berliner Unterwelten e.V. Der halbschlafende mürrische Verkäufer am Eingang des Pavillons schaute uns seltsam an, als wir fragten, wo die angekündigte Führung beginnt und sagte, das es genau an dieser Stelle wäre. Na fein. Und wirklich, pünktlich kam ein nicht unsympathischer junger Mann und begann uns mit interessanten Details zu füttern. Nur uns, denn wir waren die einzigen Gäste. Das kam etwas unerwartet, aber wenigstens bekam man so alles mit. Danach zu Hause geduscht, umgezogen und abends noch ein wenig über den Ku-damm gelaufen. Immerhin eine historische Stelle, an welcher ich 1989 erstmals McDonalds besuchte und einen McChicken verzehrte. Diesmal aber kein Besuch.
Tag 4
Genug der Museen, Shopping war angesagt. Außerdem war die Hitze der letzten Tagen einem recht unangenehmen Regen gewichen, weswegen ich relativ bereitwillig meiner Frau in die Höllenschlunde der Bekleidungsgeschäfte folgte. Das Resultat waren pralle Taschen für sie und für mich immerhin ein Hut und diverse Kleinteile. Außerdem ging es natürlich ins KaDeWe und damit hat man es erraten – wir waren wieder am Kudamm. Zeit zum Frühstücken, doch irgendwie war nichts rechtes zu finden, weswegen wir uns in einen KFC verzogen. So schlecht habe ich noch nie gegessen, hatte aber währenddessen wenigstens nicht den starr blickenden Toilettenmann vor mir, denn ich saß mit dem Rücken zu ihm. Ab in den Osten – am Alex die Shoppingtour komplettiert und dann dort in ein Café gesetzt und erst einmal mit Kaffee und Kuchen bzw. Eisbecher den schlechten KFC-Geschmack aus dem Körper bekommen. Diesmal etwas früher nach Hause, denn abends sollte es noch ins Theater gehen. Aufgeführt wurde der Hund von Baskerville in einer recht amüsanten und gelungenen Inszenierung. Danach hungrig nach einer Möglichkeit zum Abendessen gesucht und gleich in der Nähe bei Sauerkraut und Bulgur fündig geworden. Obwohl kurz vor Küchenschluss gab es nur freundliche Gesichter und sehr schmackhafte Speisen. Auch das Ambiente ist angenehm und entschädigte für den miesen Frühstücksauftakt. Beim nächsten Berlinbesuch kommen wir unter Garantie wieder.
Tag 5
Tja, und das war es schon. Nochmal mit Proviant und diversen in bayern nicht zu bekommenden Waren versorgt und dann ab nach Süden. Erfreulicherweise absolut staufrei und entspannt um 16 Uhr in Augsburg angekommen.