Barrack oder Hillary?

Feb 21st, 2008 | By refu | Category: Allgemein

Den Wahl-o-mat kennt man ja (laut diesem sollte ich bei der Hamburg-Wahl die Linke wählen, danke auch). Auf einer holländischen Seite kann man nach dem gleichen Muster zwischen Clinton und Obama wählen. Das kam heraus dabei:

Obama oder Hillary

Nicht völlig überraschend.

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21 comments
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  1. 97% pro Obama o_O Wow, krass.

  2. Du hast deinen Seelenpartner gefunden, scheint’s.

  3. Ich finde das ein bißchen merkwürdig, sich so intensiv den Kopf der Amerikaner zu zerbrechen, wie die halbe Welt das seit Monaten tut. Geht nicht gegen Dich speziell, aber ich wäre eher angenervt, wenn man mir von drüben erklären würde, dass Angie viel besser für mein Land sei als Gerhard.

    Dazu passend: The World Wants Obama

  4. Finde ich jetzt nicht so. Dass sich die Welt bei den Wahlen in USA wie auch Russland so einmischt liegt letztlich daran, dass der Ausgang weltweite Konsequenzen hat. Man bedenke nur, Gore wäre damals Präsident geworden. Der wäre bestimmt nicht blindwütig in den Irak eingezogen. Schröder oder Merkel dürfte global gesehen weniger bedeutend sein.

  5. Man bedenke nur, Gore wäre damals Präsident geworden. Der wäre bestimmt nicht blindwütig in den Irak eingezogen.

    Solche Spekulationen helfen nicht besonders. Hätte er auch ebenso entschlossen wie Bush Afghanistan befreit?

    Schröder oder Merkel dürfte global gesehen weniger bedeutend sein.

    Und warum und inwiefern ist es jetzt global bedeutend, ob es Obama oder Clinton wird? Ist es nicht eher so, dass manche Kandidaten für die Europäer bequemer wären als andere? Das ließe sich umgekehrt aber auch für den Wettstreit Schröder/Merkel feststellen.

  6. Solche Spekulationen helfen nicht besonders. Hätte er auch ebenso entschlossen wie Bush Afghanistan befreit?

    Keine Ahnung, kann durchaus sein, dass er zu zögerlich gewesen wäre. Aber die Welt würde auf jeden Fall anders aussehen heute.

    Und warum und inwiefern ist es jetzt global bedeutend, ob es Obama oder Clinton wird? Ist es nicht eher so, dass manche Kandidaten für die Europäer bequemer wären als andere? Das ließe sich umgekehrt aber auch für den Wettstreit Schröder/Merkel feststellen.

    Kein Widerspruch. Wobei ich schon einen Unterschied sehe, da Obama für einen glaubhaften AUfbruch steht, während Clinton eher an die Politik ihres Mannes anknüpfen würde, was auch nicht unbedingt das Schlechteste wäre.

    Abgesehen davon schätze ich die Amerikaner so ein, dass sie das Interesse an der Wahl eher als Bestätigung ihrer Bedeutung ansehen denn als eine Einmischung von aussen. Auch eine Frage des Egos letztlich.

  7. “Abgesehen davon schätze ich die Amerikaner so ein, dass sie das Interesse an der Wahl eher als Bestätigung ihrer Bedeutung ansehen denn als eine Einmischung von aussen. Auch eine Frage des Egos letztlich.”

    Naja, Mr. Hammel scheint das anders zu sehen:

    “Not a bad idea, creating grass-roots support for candidates in other countries. I plan to register http://www.nongermansforholgerapfel.eu soon, unless someone beats me to it…”

  8. Tja, ist halt nur meine Einschätzung aus der Ferne, ich war noch nie vor Ort. Hm, aber ausgerechnet der Apfel, das hat was.

  9. Oh my God! 75% für Clinton – Yes I Can!!

    Aber in Wirklichkeit würde ich für Obama stimmen. Nicht wegen der Programmatik (ich bin überzeugt, das die USA auch mit ihm im Irak bleiben – die Rüstungsindustrie wird ihm schon Beine machen!) – es wäre mal ein Zeichen gegen Anti-Rassismus. Der Rest ist mir egal, weil es ansonsten absolut nichts ändert.

  10. Das ist bei mir genau umgekehrt, ich tendiere eher zu Clinton, hätte aber auch keinerlei Probleme mit Obama. Sympathisch und glaubwürdig wirkt er auf jeden Fall. Hauptsache nicht McCain, ein kalter Krieger ist das letzte, was die Welt derzeit braucht.

  11. Das kommt bei Hillary noch dazu: sie wirkt auf mich eher kühl und berechnend. Und Obama redet gerne um den heißen Brei herum – das ist doch gerade das, was mir bei deutschen Politikern immer wieder übel aufstößt. Also als einzige wirkliche Entscheidungshilfe kann ich das “anti-rassistische” Signal bei einer Wahl von Obama zu Rate ziehen. Sonst ist es mir wirklich egal, weil ich wie gesagt nicht glaube, das sich die Politik in größerem Umfang ändert.

    McCain ist für mich auch keine gute Wahl. Zum ersten aus dem Grund, den du anführst. Außerdem haftet an ihm das Bush-Erbe – ich kenne sein Programm nicht im Detail, aber als Republikaner mit Army-Vergangenheit wird er das auch nur schwer los werden können.

  12. Obama farbig, Clinton weiblich – ein Signal wäre beides. Kühl ist sie auf jeden Fall und vermutlich blieb sie auch nach der Lewinsky-Affäre nur mit Bill zusammen, um ihre eigenen Ambitionen nicht zu gefährden. Aber ich sehe das nicht unbedingt als Nachteil. Die Frau hat bewiesen, dass sie sich durchsetzen kann und ich erwarte bei ihr eine Fortsetzung der Politik ihres Mannes mit Augenmerk auf soziale Dinge. Wäre nicht das Schlechteste.

  13. Natürlich wäre eine weibliche Präsidentin auch ein Signal – ich glaube aber, das der Rassismus in Amerika gegenüber unsinnigen Vorurteilen gegenüber Frauen das weitaus größere Problem ist. Deshalb bin ich für Obama. Was du von Clinton politisch erwartest, klingt in der Tat nicht unbedingt schlecht. Aber wird es auch so kommen, wenn sie gewählt wird? Die Frage kann ich mir aber bei Obama genau so stellen. Wie gesagt glaube ich nicht, das die USA mit ihm als Präsidenten den Irak verlässt.

  14. [...] Über refu bin ich auf eine Seite gestoßen, bei der man anhand von einigen Fragen bestimmen kann, mit welchem US Präsidentschaftskandidaten der Demokraten man am ehesten übereinstimmt. Bei mir ist das Ergebnis mehr als eindeutig: [...]

  15. Letztlich kann man bei beiden nur abwarten, was sie am Ende wirklich tun. Den Irak komplett verlassen wird sicherlich keiner, zumindest nicht innerhalb von Monaten.

  16. Was ich aber glaube ist, dass Obama das auch nach längerer Zeit nicht tun wird. Wegen der Rüstungsindustrie …

  17. Die Frage ist, wie er dann den Spagat zwischen Industrie und Glaubwürdigkeit hinbekommt. Das wird auf jeden Fall interessant.

  18. Ja, schon. Aber den Spagat zwischen Industrie und Glaubwürdigkeit kennen wir auch aus der deutschen Politik! Oder?

  19. Auf jeden Fall, deshalb wird es auch spannend, wie er das anpacken wird.

  20. Ich beneide dich darum, das du in der Sache noch Hoffnung hast! Ich gehe fest davon aus, das sich “Geschichte wiederholt” – ein abgedroschener Ausdruck, aber wir haben oft genug das Gleiche erlebt, in Deutschland genauso wie in den USA.

  21. Naja, wird eben Zeit für den “Change” :-)