Pipelines
Okt 11th, 2007 | By refu | Category: AllgemeinMan erinnert sich noch, als Schröder und Putin den Bau der Gas-Pipeline durch die Ostsee vereinbarten. Proteste seitens Polen, die seither immer wieder aufflammen, denn schliesslich fallen enorme Transiteinnahmen weg, wenn das Gas am Land vorbei transportiert wird. Wie regte sich die polnische Führung doch auf.
Heute nun wurde der Bau einer Öl-Pipeline beschlossen – von Aserbaidschan über Georgien, die Ukraine und Litauen nach Polen. Also ohne russisches Territorium zu berühren.
Und Lech Kaczynski verkündet stolz, dass es sich kommerziell lohnen wird und das man unabhängig wird von eventuellen russischen Erpressungen. Nur ist dies gar nicht so sicher, wie man etwa bei der Tagesschau lesen kann:
Eine Öl-Pipeline zwischen Aserbaidschan, Georgien, Litauen, der Ukraine und Polen werde an der Abhängigkeit der polnischen Energiewirtschaft von Russland auf Dauer kaum etwas ändern, befürchtet der Experte Adam Eberhardt. “Schon allein die Verladung des Öls auf Schiffe, dann die Pipeline, das Kaspische Meer, der Südkaukasus und das Schwarze Meer – das alles sind Schwierigkeiten, die die Rentabilität des Projektes sehr schnell in Frage stellen werden”, sagt Eberhardt. “Außerdem ist Kasachstan, mit Rücksicht wohl auf die russischen Interessen, nicht an der Pipeline interessiert. Und drittens sind die polnischen Raffinerien bislang für schweres russisches Erdöl eingerichtet. Die Verarbeitung von kaspischem Öl steht also in Frage.”
Aber völlig davon abgesehen – es wäre schön, wenn man bei sich die gleichen Masstäbe anlegen würde, wie man es bei anderen tut.
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